Das erste Quartal 2026 begann freundlich und war geprägt von einer Fortsetzung der positiven Marktdynamik aus dem Vorjahr. Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Januar stabil und legten im Februar deutlich zu, getragen von robusten Konjunkturdaten und soliden Unternehmensgewinnen. Auch unsere Mandate profitierten von diesem Umfeld und entwickelten sich in den ersten beiden Monaten erfreulich.
Gegen Quartalsende kam es jedoch zu einer spürbaren Eintrübung des Marktumfelds. Auslöser war insbesondere die Eskalation im Nahen Osten: Am 28. Februar 2026 erfolgten militärische Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran. Die Märkte reagierten mit erhöhter Volatilität und einer entsprechenden Korrektur, was sich auch in einer negativen Entwicklung im März widerspiegelte. Im Zentrum der Marktreaktion standen steigende Energiepreise, welche zu einem Wiederanstieg der Inflationserwartungen führten und das Szenario sinkender Zinsen zunehmend in Frage stellten.
Die positive Marktentwicklung zu Jahresbeginn haben wir genutzt, um gezielt Anpassungen vorzunehmen. Dabei wurden insbesondere Positionen reduziert, die aufgrund der Kursentwicklung überproportional an Gewicht gewonnen hatten. Die Transaktionen erfolgten selektiv und ausschliesslich dort, wo sie aus Portfoliosicht sinnvoll erschienen.
Ausblick
Für die kommenden Monate erwarten wir ein anspruchsvolles und von erhöhter Volatilität geprägtes Marktumfeld. Die weitere Entwicklung im Nahen Osten bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor.
Eine anhaltende Eskalation könnte zu dauerhaft erhöhten Energiepreisen führen. Dies würde den Inflationsdruck verstärken und den Spielraum für Zinssenkungen weiter einschränken. In der Folge dürfte sich das wirtschaftliche Umfeld abschwächen, insbesondere in den USA, wo das Risiko einer konjunkturellen Abkühlung gestiegen ist.
Gleichzeitig bleibt die Marktentwicklung stark szenarioabhängig: Eine Entspannung könnte rasch zu rückläufigen Energiepreisen und einer Erholung führen, während eine Verschärfung zusätzliche Belastungen mit sich bringen würde. Erfahrungsgemäss führen geopolitische Ereignisse kurzfristig zu Unsicherheit, während sich die Märkte mittelfristig stabilisieren, sofern keine nachhaltigen wirtschaftlichen Verwerfungen entstehen. Vor diesem Hintergrund bleibt die kurzfristige Entwicklung schwer prognostizierbar.
Unsere Portfolios sind nach den vorgenommenen Anpassungen ausgewogener positioniert und darauf ausgerichtet, Opportunitäten in einem volatileren Marktumfeld gezielt zu nutzen.
Winterthur, 9. April 2026
Corsin Casanova / +41 52 260 34 64 / c.casanova@winterthurconsulting.ch
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